Rock The Nation

:: Myrath - Desert Call (CD)

Redaktionswertung: 4.5 Points
Userwertung: 2.8 Points
VÖ Datum: 25. Jänner 2010
Genre: Prog Metal
Label: Nightmare Records
Info: MYRATH @ MySpace.com
Laufzeit: 63:02
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Trackliste...
1. Forever And A Day
2. Tempests Of Sorrows
3. Desert Call
4. Madness
5. Silent Cries
6. Memories
7. Ironic Destiny
8. No Turning Back
9. Empty World
10. Shockwave Master
11. Hard Times (Bonus Track)

Line Up
Malek Ben Arbia: Guitar-Background vocals
Elyes Bouchoucha: Keyboards-vocals
Zaher Zorgati: Leadvocals
Anis Jouini: Bass
Saif Ouhibi: Drums

Credits
Artwork: Irene D. M.
Review...
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„Desert Call“ ist das zweite Album der aus Tunesien stammenden, fünfköpfigen Band MYRATH. Nachdem der erste Longplayer „Hope“ von vielen als Symphony X Kopie verschrien wurde, war ich auf die zweite Scheibe…diesmal auch mit neuem Sänger… gespannt und wollte mich vorurteilsfrei darauf einlassen.

Los geht das orientalische Feuerwerk mit „Forever And A Day“, ein Lied, das es in zwei Versionen gibt. Auf dem Release, das von Nightmare Records veröffentlicht wurde, gibt es den Song komplett in Englisch zu hören, während auf der Ausgabe des französischen Labels 13Bis Records zwei Verse in arabisch gesungen werden und auch die Arrangements etwas orientalischer gehalten sind. Hier treffen westlich orientierter Progmetal und der Norden Afrikas aufeinander um sich zu einem Klangerlebnis der besonderen Art zu vereinen.

Im nächsten Song „Tempests Of Sorrow“ geht es…wenn auch nur ein bisschen…ruhiger und keyboardlastiger weiter, obwohl auch hier das eine oder andere starke Riff von Gitarrist Malek Ben Arbia durchblitzt. Im Titelsong „Desert Call“, in dem verstärkt wieder Keyboards, aber auch traditionelle Instrumente eingesetzt werden, zeigt Zaher wiederholt, wie gut er beide Gesangsstile, sowohl den westlichen als auch den östlichen beherrscht.

Den darauffolgenden Song „Madness“ würde ich schon fast als episch bezeichnen. Er bläst einem förmlich den Ruf der Wüste in den Verstand! Die ganze Vielschichtigkeit dieses Albums tritt in dem Lied zu Tage, während sich „Silent Cries“ wieder etwas mehr Richtung Westen orientiert. „Ironic Destiny“ lässt es dann so richtig metallisch krachen. Hier wird Gas gegeben, dass sich Bass und Gitarre biegen. Überhaupt zeigen die Jungs auf dieser Scheibe, dass sie ihre Instrumente absolut beherrschen. Gleiches trifft auch auf das Songwriting zu. Die Musik wurde von der Band geschrieben, während die meisten Lyrics aus der Feder von Aymen Jaouadi stammen. Als krönenden Abschluss dieses ungewöhnlichen Albums haben wir den recht rockigen Song „Shockwave“, der noch mal zum mitbangen einlädt.

Am Ende angekommen, ist man fast erstaunt darüber, wie schnell eine Stunde durch gute Musik vergehen kann. Die Scheibe ist ein Schmankerl für alle Progmetalfans und open minded Metalheads. Nicht zu vergessen dabei – ein wirklich gelungenes Artwork, das exakt zur Musik passt!

Wertung: 4.5 von 5.0
Autor: Chrissie (10. Februar 2010)

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