:: Grievers - Reflecting Evil (CD)

Redaktionswertung: 4.5 Points
Userwertung: ohne Bewertung
VÖ Datum: 4. Juni 2010
Genre: Melodic Death Metal
Label: Punishment 18 Records
Info:
Grievers bei Myspace
Laufzeit: 37:17
Kaufen: Amazon | ebay | Punishment 18 Mailorder
Trackliste...
1. Universe
2. An Untruthful Shape
3. Concept Of Wisdom
4. Born Again
5. Reflecting Evil
6. Something Beyond
7. Living Paradox
8. One God In The Space

Line Up
Vocals: Michele Spalieri
Guitars: Roberto Palmiero
Guitars: Matteo Giugno
Bass: Luca Croci
Drums: Syra

Guests
Gianluca Ferro guitar solo on "Living Paradox"
Marco Colombo (HYADES) backing vocals on "Reflecting Evil"
Review...
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Eines muss gesagt werden: Punishment 18 Records haben eine wirklich gute Nase bzw. gute Ohren, und scheinen sich genau zu überlegen, wen sie unter die Fittiche ihres Indielabels nehmen. Ich denke heute noch mit Herzklopfen an die Debuts von KADAVAR und DELIRIUM X TREMENS, und mit GRIEVERS‘ Debut „Reflecting Evil“ ist den Italienern ein weiterer großer Wurf gelungen. Und ich meine groß.

GRIEVERS, das ist modernerer Melodic Death Metal auf hohem Niveau – gelegentlich finden sich Thrash-Anleihen, so wie im Opener „Universe“ , oder einige maßvolle Metalcore-Zitate. Das Album der Italiener ist so klar und druckvoll produziert, dass es eine wahre Freude ist; harte Uptempo-Leads paaren sich mit melodischen Midtempo-Refrains und wirklich beeindruckenden Soli, von denen beinahe jedes einzelne ein Schmuckstück für sich darstellt. Keyboards bleiben uns hier glücklicherweise erspart – diese würden neben der herausragenden Gitarrenarbeit wohl nur überflüssig wirken. Sänger Michele Spalieri grunzt sich in klassischer, derber Death Metal-Manier durch das komplette Album, und lässt sich nur stellenweise auf höheres Geschrei ein. Auch Drummer Syra beeindruckt durch Einfallsreichtum und Präzision, und ist nicht zuletzt der Grund, dass „Reflecting Evil“ nicht eine Minute langweilig wird.

GRIEVERS operieren auf hohem Niveau, die glasklare Produktion ergänzt sich ausgezeichnet mit dem Können der Musiker. Letztlich ist es aber die Dominanz der Gitarreros Roberto Palmiero und Matteo Giugno, ihres Zeichens Bandgründer, die „Reflecting Evil“ auf das nächste Level hebt, und sicher stellt, dass man sich anno 2010 vor niemandem in der Melo-Death-Szene verstecken muss. So finden sich auf „Reflecting Evil“, auf dem es durchwegs ziemlich rasant zur Sache geht, einige echte Perlen, die Liebhaber des Genres hoffentlich für sich entdecken werden, etwa der Titeltrack, „Concept Of Wisdom“ und das geniale „Living Paradox“.

Mir bleibt nur noch, eine klare Kaufempfehlung auszusprechen. Und der ehrliche Wunsch, dass GRIEVERS uns noch längere Zeit begleiten werden, und uns eines Tages zeigen, was sie erst mit der Unterstützung eines Major Labels alles fertigbringen!

Übrigens: GRIEVERS planen für Ende September 2010 eine Minitour durch Österreich und Deutschland, und sind auf der Suche nach Gigs bzw. Locations – Kontakt via Myspace.

Wertung: 4.5 von 5.0
Autor: youthanazia (03. Juli 2010)

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